Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) – aktuelles
Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) – aktueller Stand 12. September 2026
Vespa velutina in Biberach – bitte weiterhin aufmerksam bleiben
Im Raum Biberach wurden inzwischen zwei Sekundärnester der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) gefunden und entfernt.
Ein Nest in Birkendorf befand sich an einem Gebäude und konnte im Rahmen einer Schulung für Nestentferner am 21.8. mechanisch beseitigt werden.
Ein weiteres Nest wurde nach intensiver Suche in der Nähe des Gigelbergs lokalisiert und am 11.09.2026 in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Biberach, der Werksfeuerwehr Boehringer und einem Schädlingsbekämpfer erfolgreich entfernt. Das Nest befand sich in 33,5 Metern Höhe in einer Fichte.
Beide Nester wurden noch vor dem Ausflug der Jungköniginnen entfernt. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung aus diesen Nestern verhindert werden.
Sekundärnester von Vespa velutina befinden sich häufig frei in Baumkronen und können in Höhen von mehr als 20 Metern liegen. Besonders bei dichter Belaubung sind sie vom Boden aus oft nur schwer zu entdecken.
Deshalb ist es umso wichtiger, nicht nur nach Nestern zu suchen, sondern vor allem auf die Tiere selbst und ihre Flugrichtungen zu achten.
Bitte weiterhin die Augen offenhalten!
Auch wenn inzwischen zwei Nester gefunden und entfernt wurden, ist weiterhin Aufmerksamkeit gefragt. Aufgrund widersprüchlicher Abflugrichtungen besteht der Verdacht, dass sich im Stadtgebiet noch mindestens ein weiteres Nest befinden könnte.
Zusätzlich gab es inzwischen Sichtungen jagender Velutinas in Mittelbiberach. Die Beobachtungen zeigen, dass sich die Suche und das Monitoring nicht nur auf die unmittelbare Umgebung der bisherigen Neststandorte beschränken dürfen.
Bitte melden Sie deshalb jede Beobachtung oder jeden Verdachtsfall von Vespa velutina weiterhin an uns und zusätzlich über die offizielle Meldeplattform.
Besonders hilfreich sind:
- genauer Standort und beobachtete Abflugrichtung
- Datum und möglichst Uhrzeit
- Foto
- wiederholte Beobachtungen von Tieren
- jagende Tiere vor Bienenständen oder Fluglöchern
Auch einzelne Sichtungen können wichtige Hinweise liefern. Mehrere Beobachtungen aus unterschiedlichen Richtungen helfen dabei, Flugwege nachzuvollziehen und mögliche weitere Neststandorte einzugrenzen.
Monitoring mit Dochtöpfen
Zur weiteren Beobachtung wurden an verschiedenen Standorten Dochtöpfe als Monitoringstationen aufgestellt. Auch Imker sollten sich an diesem Monitoring beteiligen.
Aktuell wird eine Mischung aus 2/3 Rotwein und 1/3 Apiinvert von Vespa velutina gut angenommen. Die Dochtöpfe dienen dabei in erster Linie dazu, Tiere festzustellen und anschließend deren Flugrichtung beobachten zu können.
Wer an seinem Bienenstand Vespa velutina feststellt oder sich am Monitoring beteiligen möchte, kann sich gerne bei uns melden.
Die bisherigen Funde zeigen deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Bevölkerung, Imkerschaft, Behörden und ehrenamtlichen Fachberatern ist.
Deshalb: Bitte weiterhin die Augen offenhalten – jede Sichtung kann entscheidend sein.
Vielen Dank an alle, die bisher mit Beobachtungen, Hinweisen und viel ehrenamtlichem Einsatz bei der Suche und Entfernung unterstützt haben.
Von der Landesanstalt für Bienenkunde gibt es außerdem den Flyer: „Achtung: Asiatische Hornisse“. https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/bienenkunde/PDF/Vespa_Velutina/Flyer_DinA5-Velutina_LAB_final.pdf
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.
Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) – aktueller Stand Juli 2026
Aus der Region wurden bereits die ersten geschlüpften Arbeiterinnen gemeldet. Auch im Raum Ehingen wurde etwa 2 km vom letztjährigen Neststandort entfernt ein Primärnest gefunden und entfernt. Wir befinden uns derzeit in der Übergangsphase vom Primär- zum Sekundärnest. Die Arbeiterinnen pendeln aktuell zwischen dem noch niedrig gelegenen Primärnest und dem neuen Neststandort in größerer Höhe. Nach etwa 30 Tagen zieht auch die Königin um, anschließend wird das Primärnest meist aufgegeben. Mit dem Anwachsen des Volkes steigt auch der Proteinbedarf der Brut. Dadurch suchen die Arbeiterinnen verstärkt nach Insekten und können nun vermehrt an Bienenständen beobachtet werden. Fluglochbeobachtungen zu unterschiedlichen Tageszeiten sind deshalb derzeit besonders sinnvoll. Primärnester jetzt noch gut auffindbar.
Primärnester befinden sich häufig noch in geringer Höhe und können beispielsweise gefunden werden:
- in Geräteschuppen
- unter Dachvorsprüngen
- in Carports
- in Vogelhäuschen
- in Hecken
- in Spielhäusern
- in Gartenhütten
- in Auflagen- oder Polsterboxen
Die späteren Sekundärnester entstehen dagegen meist in 20–30 m Höhe und sind um diese Jahreszeit nur schwer zu entdecken. Bitte Nester nicht selbst entfernen
Gründungs- und Primärnester sollten ab sofort nicht mehr eigenständig entfernt werden. Lassen Sie Nestentfernungen ausschließlich durch sachkundige Personen durchführen. Wenn Sie ein verdächtiges Nest entdecken, halten Sie Abstand, machen Sie möglichst ein Foto und melden Sie den Fund über die offizielle Meldestelle:
www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden
Bitte warten Sie die Rückmeldung der Fachleute ab und entfernen Sie das Nest nicht selbst. Lieber einmal zu viel als zu wenig melden. Zusätzlich freuen wir uns über eine Meldung an uns. Aufgrund datenschutzrechtlicher Vorgaben erhalten wir die genauen Fundorte über die offizielle Meldestelle nicht und können so unsere regionale Übersicht nur eingeschränkt aktuell halten.
Was jetzt an den Bienenständen sinnvoll ist. Aktuell sind keine besonderen Schutzmaßnahmen an den Bienenvölkern erforderlich. Bitte bringen Sie noch keine sogenannten „Maulkörbe“ oder ähnliche Konstruktionen an.
Bitte stellen Sie außerdem keine Fallen auf. Die angebotenen Fangsysteme arbeiten nicht selektiv, fangen zahlreiche andere Insektenarten und verursachen dadurch erheblichen Beifang. Sie sind in Deutschland derzeit nicht zulässig.
Monitoring mit dem Dochttopf: Wer die Art beobachten und dokumentieren möchte, kann einen sogenannten Dochttopf verwenden. Eine Bauanleitung und Hinweise dazu finden Sie hier: velutina-army.de/locktopf/
Von der Landesanstalt für Bienenkunde gibt es außerdem den Flyer: „Achtung: Asiatische Hornisse“. https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/bienenkunde/PDF/Vespa_Velutina/Flyer_DinA5-Velutina_LAB_final.pdf
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) – aktueller Stand Juni 2026
Aus der Region wurden bereits die ersten geschlüpften Arbeiterinnen gemeldet. Auch im Raum Ehingen wurde 2 km vom letztjährigen Neststandort entfernt, inzwischen eine erste Arbeiterin nachgewiesen. Wir befinden uns also nun in der sogenannten Primärnestphase. Die überwinterten Königinnen haben ihre Gründungsnester erfolgreich aufgebaut und werden nun zunehmend von ihren ersten Arbeiterinnen unterstützt.
Dies hat mehrere Folgen:
- Die Königin verlässt das Nest nun in der Regel nicht mehr und konzentriert sich auf die Eiablage.
- Die Arbeiterinnen übernehmen die Nahrungssuche und den Nestausbau. Durch die Versorgung der Brut wird somit auch Protein gebraucht.
- Die Nester wachsen nun deutlich schneller.
- Mit zunehmender Volksstärke steigt auch das Gefahrenpotenzial im direkten Nestbereich.
Wichtiger Hinweis: Gründungs- und Primärnester sollten ab sofort nicht mehr eigenständig entfernt werden. Bitte lassen Sie Nestentfernungen ausschließlich durch sachkundige Personen durchführen.
Die Nester befinden sich häufig noch in niedriger Höhe und können gut gefunden werden, z.B.: in Geräteschuppen, unter Dachvorsprüngen, in Carports, in Vogelhäuschen, in Hecken, in Spielhäusern, in Gartenhütten, in Auflagen, Polsterboxen,…
Wenn Sie ein verdächtiges Nest entdecken: Halten Sie Abstand, machen Sie ein Foto und melden Sie den Fund über die offizielle Meldestelle: https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden
Bitte warten Sie die Rückmeldung der Fachleute ab und entfernen Sie das Nest nicht selbst. Lieber einmal zu viel als zu wenig melden.
Aufruf an alle Imkerinnen und Imker!
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Augen am Bienenstand offen zu halten. Beobachten Sie regelmäßig Ihre Fluglöcher. Schon 30 Minuten Fluglochbeobachtung zu unterschiedlichen Tageszeiten können wertvolle Hinweise liefern. Einzelne jagende Asiatische Hornissen vor dem Flugloch sollten gemeldet werden.
Aktuell sind an den Bienenvölkern keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich. Bitte bringen Sie keine sogenannten „Maulkörbe“ oder ähnliche Konstruktionen an.
Bitte stellen Sie auch keine Fallen auf!
Obwohl entsprechende Systeme häufig beworben werden, sind Fallen nicht selektiv und fangen zahlreiche andere Insektenarten ein. In Deutschland sind solche Fangsysteme derzeit nicht zulässig und verursachen durch hohen Beifang erhebliche ökologische Schäden.
Monitoringmöglichkeit: Lock- bzw. Dochttopf
Wer die Art beobachten und dokumentieren möchte, kann einen sogenannten Dochttopf verwenden. Eine Bauanleitung finden Sie hier: https://velutina-army.de/locktopf/
Von der Landesanstalt für Bienenkunde gibt es außerdem den Flyer: „Achtung: Asiatische Hornisse“. https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/bienenkunde/PDF/Vespa_Velutina/Flyer_DinA5-Velutina_LAB_final.pdf
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.



